Thüringer Zentrum für Maschinenbau startet in zweite Förderperiode

Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau, angesiedelt an der Technischen Universität Ilmenau, wird vom Freistaat Thüringen in einer zweiten Förderperiode für weitere vier Jahre mit 1,1 Millionen Euro unterstützt. Seit 2013 fördern Wissenschaftler und Ingenieure aus fünf Thüringer Forschungseinrichtungen mit ihren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten den Thüringer Maschinenbau. Allein in den fünf Jahren der ersten Förderphase bearbeitete das Zentrum über 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 29,5 Millionen Euro.

Mit 18.000 Beschäftigten in mehr als 520 Unternehmen und einem Umsatz von über drei Milliarden Euro ist der Maschinenbau einer der entscheidenden Motoren der Thüringer Wirtschaft. Gleichzeitig steht der Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau vor tiefgreifenden Umbrüchen. Die zunehmende Komplexität der Produkte, die Verkürzung der Entwicklungs- und Fertigungszeiten und der hohe Kostendruck am Markt erhöhen die Anforderungen an die Anlagenfertigung. Auch der Klimawandel und der internationale Wettbewerb um Rohstoffe heizen die globale Nachfrage nach erneuerbaren Energien und nach Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz an. Nur zukunftsorientierten und offensiv agierenden Unternehmen wird es gelingen, Prozesse zu gestalten, notwendige Innovationen auf den Weg zu bringen und vom Maschinenbau als Leitmarkt der Zukunft zu profitieren.

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Um angesichts dieser Herausforderungen die Forschung im Maschinen- und Anlagenbau in Thüringen nachhaltig zu stärken, wurde 2013 das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) gegründet. Seitdem versteht es sich als Innovationstreiber für den Thüringer Maschinenbau. Angesiedelt an der TU Ilmenau, sind am ThZM fünf wissenschaftliche Einrichtungen mit den Thüringer Maschinenbauunternehmen vernetzt: die TU Ilmenau als Koordinator, die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, die Hochschule Schmalkalden, die Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden und das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung Jena. 35 Professoren und 150 Wissenschaftler und Ingenieure der verschiedensten Fachbereiche forschen am ThZM interdisziplinär in fünf Kompetenzfeldern: Prozesstechnologien, Präzisionstechnologien, Werkstoff- und Beschichtungstechnik, Powertools und -moulds sowie Qualitätssicherung in der Produktion.

In einer ersten Phase, von 2013 bis 2017, wurde das Thüringer Zentrum für Maschinenbau vom Freistaat Thüringen mit 8,4 Millionen Euro gefördert – Gelder, die überwiegend in kostenintensive Anlagen und Maschinen flossen. Aufgrund seiner hervorragenden Arbeit wird es nun für weitere vier Jahre mit 1,1 Millionen Euro gefördert. In der ersten Förderperiode bearbeitete das ThZM – eingebettet in die „Regionale Forschungs- und Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung für Thüringen“ des Freistaats – 108 öffentlich geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Thüringer Maschinenbauunternehmen mit einem Gesamtvolumen von über 29,5 Millionen Euro. Zusätzlich bearbeiteten einzelne Forschungspartner 120 weitere Projekte mit Industrieunternehmen mit einem Volumen von 2,3 Millionen Euro. In der zweiten Förderperiode wird die Arbeit des Zentrums nun noch enger an den Bedarf der Thüringen Maschinenbauunternehmen angepasst, um deren Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Vergleich zusätzlich zu stärken. So hält die Informations- und Kommunikationstechnik immer mehr Einzug in die Fertigungsstätten und führt zu einer fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion. Sensornetzwerke werden ebenso wie Assistenzsysteme verstärkt eingesetzt, die Prozesssteuerung wird zunehmend autonomer. Um mit den aktuellen Entwicklungen am Markt Schritt zu halten, leistet das Thüringer Zentrum für Maschinenbau ständig bedeutende Großinvestitionen in wissenschaftliche Gerätetechnik. Auf die notwendige Anpassung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an den gesellschaftlichen und industriellen Wandel reagiert das Zentrum mit der Erweiterung der bestehenden Kompetenzfelder des Zentrums um die Bereiche Kollaborative Assistenzsysteme für den Maschinebau und Intelligente Prozessführung.

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