Know-how für Sie als Anwender

In diesem und in den folgenden Artikeln dieser Reihe fassen wir Know-how zum Einsatz von EMG-Bandlaufregelungen zusammen und versuchen, Ihnen damit für die Planung der einsetzbaren Komponenten und für die Auslegung der Systeme die notwendigen Grundlagen an die Hand zu geben. 

Abhaspelregelung – Einsatzgebiet

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Eine Bandlaufregelung am Abwickelhaspel wird eingesetzt, um das vom Coil abgewickelte Band einer Anlage oder Maschine kanten- oder mittengeregelt zuzuführen. Sie ist erforderlich, wenn bei den angelieferten Materialbunden einzelne Windungen hervorstehen, bei einem generell nicht zufriedenen Wickelzustand und zum Ausgleichen des Bandsäbels. Ein weiterer Grund für eine automatische Bandpositionsregelung ist dann gegeben, wenn die Coils nicht exakt mittig auf den Haspeldorn aufgespannt werden. 

Realisierung

Zur Bandlaufregelung wird vorwiegend ein stetiger elektrohydraulischer Regelkreis eingesetzt. Bei geringen zu bewegenden Massen kann auch ein Elektro-Servo-Zylinder ESZ verwendet werden. Die Abweichung der Bandlage aus der Solllage wird von einer optischen HF-Wechsellicht-Messeinrichtung ermittelt – entweder EVK (Empfängerverstellgerät Kante) oder EVM (Empfängerverstellgerät Mitte). Aufgrund des großen Abstands zum Band scheiden induktive oder kapazitive Lösungen, bei einer Anordnung wie im großen Bild gezeigt, aus. Der elektronische Bandlaufregler EMG iCON® liest die Kantenwerte der Bandlagemessung ein. Die Endstufe des Bandlaufreglers steuert dann stetig das Servoventil im Hydraulikregelreis an, sodass das abgewickelte Band in der vorgewählten Lage in der Messeinrichtung gehalten wird. Die Abwicklung kann, in Abhängigkeit vom Anlagenprozess, wahlweise als Bandmitten- oder als Bandkantenregelung ausgeführt werden.

Wichtig zu wissen!

Aus regelungstechnischen Gründen muss die Messeinrichtung möglichst nahe am Bund montiert sein. Das fremdlichtsichere HF-Wechsellicht-Messsystem erlaubt hier einen Abstand der Empfänger zur Lichtquelle von bis zu 4 m.

Bei Anlagen mit direkt hinter der Umlenkrolle folgender Besäumschere empfehlen wir eine mechanische oder elektrohydraulische Kopplung von Abhaspel und Umlenkrolle, um eine möglichst hohe Genauigkeit zu erreichen.

Bei kontinuierlich arbeitenden Produktionslinien ist oftmals anlagenbedingt eine Montage der Messeinrichtung nur hinter der stationären Umlenkrolle möglich, also weit weg vom eigentlichen „Regelungsort“ (siehe im Bild oben links). Durch den Einsatz der von EMG patentierten Schaltung „Totzeitkompensation“ mit messtechnischer Berücksichtigung der Bandgeschwindigkeit wird dennoch eine stabile Regelung gewährleistet. Ausschließlich in diesen Fällen, kann dann auch eine induktive Bandlagemessung aus der Sensorfamilie SMI zum Einsatz kommen.

Zusammenfassend – Welche EMG-Komponenten benötige ich?

Die wesentlichen Komponenten sind:

natürlich Know-how bei der Auslegung, Konstruktion und Installation. All das finden Sie bei EMG! 

Wie geht es weiter?

Konkrete Beratung zur Auslegung Ihrer Regelung bieten Ihnen jederzeit unsere Vertriebs- und Servicemitarbeiter, unsere internationale Vertriebsorganisation oder auch unser Produktmanager Herr Martin Wied (martin.wied@emg-automation.com).

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